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LILYGO T-Deck Plus: ESP32-S3-Kommunikator mit LoRa, GPS und Tastatur
Das LILYGO T-Deck Plus kombiniert einen ESP32-S3, LoRa SX1262, GPS, ein 2,8-Zoll-Touchdisplay und eine physische Tastatur in einem Gehäuse mit 2000-mAh-Akku. Es erinnert an einen kleinen PDA, ist aber weder ein fertiges Telefon noch ein klassisches Funkgerät.
Das LILYGO T-Deck Plus kombiniert einen ESP32-S3, LoRa SX1262, GPS, ein 2,8-Zoll-Touchdisplay und eine physische Tastatur in einem Gehäuse mit 2000-mAh-Akku. Es erinnert an einen kleinen PDA, ist aber weder ein fertiges Telefon noch ein klassisches Funkgerät. Stattdessen ist es eine programmierbare Plattform für eigene Anwendungen, IoT-Projekte und LoRa-Kommunikation, unter anderem mit Meshtastic.
Offenheit bedeutet hier vor allem, dass sich das Gerät programmieren lässt und Dokumentation, Schaltplan und Beispiele zur Verfügung stehen. Welche Funktionen tatsächlich nutzbar sind, hängt von der installierten Firmware ab.
ESP32-S3 mit 16 MB Flash und 8 MB PSRAM
Das Herzstück ist der ESP32-S3FN16R8 mit einem Dual-Core-LX7-Prozessor mit bis zu 240 MHz, 16 MB Flash-Speicher und 8 MB PSRAM. Diese Kombination bietet Raum für grafische Anwendungen, Terminal-Prototypen und drahtlose Projekte. Der PSRAM kann Anwendungen helfen, die größere Datenmengen verarbeiten, etwa bei der Darstellung von Grafiken auf dem Display.
Touchdisplay, Tastatur und Trackball
Das T-Deck Plus besitzt ein 2,8-Zoll-IPS-Display ST7789 mit einer Auflösung von 320 × 240 Pixeln. Gegenüber dem ursprünglichen T-Deck kommt ein kapazitives GT911-Touchpanel hinzu. Das Gerät lässt sich per Touch, Trackball oder physischer Tastatur bedienen, sofern die verwendete Firmware diese Eingaben unterstützt.
Die Tastatur kommuniziert über I²C und verfügt über einen eigenen Hilfsmikrocontroller. Sie eignet sich eher für Chats, Terminaleingaben und kurze Befehle als für lange Dokumente. Bei der Kommunikation über Meshtastic lassen sich damit Nachrichten direkt am Gerät eingeben.
LoRa SX1262 und die Wahl der Frequenzvariante
Für die LoRa-Kommunikation ist der Semtech SX1262 zuständig. Er ist für die Datenübertragung über größere Entfernungen ausgelegt, macht das Gerät aber nicht zu einem gewöhnlichen Telefon. Die maximale Sendeleistung der Plattform liegt bei ungefähr +22 dBm. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Leistung bei jeder Einstellung und in jeder Region zulässig ist.
Vor der Auswahl des Geräts muss eine für die jeweilige Region geeignete Frequenzvariante gewählt werden. Außerdem sind die örtlichen Vorschriften einzuhalten. Die praktische Reichweite hängt auch von den Bedingungen und den Kommunikationseinstellungen ab.
GPS und die eingeschränkte Grove-Schnittstelle
Die Plus-Version enthält ein GNSS-Modul MIA-M10Q. Anwendungen können damit Standortdaten nutzen, ohne dass ein externes GPS-Modul nötig ist. Das ist beispielsweise für Projekte mit Positionsdaten oder Karten nützlich.
Das integrierte GPS hat für Entwickler eine wichtige Folge: Die Pins der ursprünglichen Grove-Schnittstelle werden beim T-Deck Plus für GPS verwendet. Grove steht deshalb nicht wie beim ursprünglichen T-Deck als allgemeiner Anschluss zur Verfügung. Bei der Entwicklung von Zubehör sollte dies berücksichtigt werden.
WLAN, Bluetooth und microSD
Der ESP32-S3 bietet WLAN und Bluetooth 5 LE. Je nach Firmware kann das T-Deck damit über ein lokales Netzwerk, einen mobilen Hotspot oder per BLE mit anderen Geräten kommunizieren.
Der TF-/microSD-Steckplatz bietet zusätzlichen Speicher für Daten. Das kann beispielsweise bei Kartenprojekten nützlich sein, für die der interne Flash-Speicher allein nicht ausreicht.
Mikrofon, Lautsprecher und Einschränkung beim Trackball
Das Gerät besitzt ein Mikrofon und einen Lautsprecher, sodass sich Sprach- und andere Audioanwendungen entwickeln lassen. Die Dokumentation weist allerdings auf eine Einschränkung hin: Bei eingeschaltetem Mikrofon ist die mittlere Tastenfunktion des Trackballs auf GPIO0 möglicherweise nicht verfügbar. Bei der Gestaltung der Bedienung sollte deshalb eine Alternative vorgesehen werden.
Akku und Abmessungen
Der integrierte LiPo-Akku hat eine Kapazität von 2000 mAh und wird über USB-C geladen. Eine allgemeingültige Laufzeitangabe wäre irreführend: Der Verbrauch hängt von der Displaybeleuchtung, der GPS-Nutzung, der LoRa- und WLAN-Aktivität sowie der jeweiligen Firmware ab.
Die Abmessungen betragen ungefähr 100 × 68 × 11 mm. Damit ähnelt das Gerät von der Größe her eher einem kleinen PDA als einem üblichen modernen Telefon.
Meshtastic und weitere Einsatzmöglichkeiten
Das T-Deck Plus lässt sich als Meshtastic-Terminal verwenden. Die Kombination aus LoRa, GPS, Display und Tastatur ermöglicht ein eigenständiges Gerät für Nachrichten und Standortdaten, setzt aber eine geeignete Firmware voraus. Die vorhandene Hardware allein bedeutet nicht, dass alle Funktionen in jeder Anwendung verfügbar sind.
Die Plattform eignet sich auch für eigene IoT-Projekte, drahtlose Experimente, grafische Oberflächen und Terminal-Prototypen. Bei der Entwicklung helfen die verfügbaren Dokumentationen, der Schaltplan und Beispiele.
Technische Daten
| Merkmal | LILYGO T-Deck Plus |
|---|---|
| Prozessor | ESP32-S3FN16R8, Dual-Core LX7 mit bis zu 240 MHz |
| Speicher | 16 MB Flash, 8 MB PSRAM |
| Display | 2,8 Zoll IPS ST7789, 320 × 240 Pixel |
| Touch | Kapazitives GT911-Panel |
| Bedienung | Physische Tastatur, Trackball, Touchdisplay |
| LoRa | Semtech SX1262, maximale Sendeleistung der Plattform ungefähr +22 dBm |
| Positionsbestimmung | GNSS-Modul MIA-M10Q |
| Weitere Verbindungen | WLAN, Bluetooth 5 LE |
| Datenspeicher | TF-/microSD-Steckplatz |
| Audio | Mikrofon und Lautsprecher |
| Akku | 2000-mAh-LiPo-Akku, Laden über USB-C |
| Abmessungen | Ungefähr 100 × 68 × 11 mm |
Für wen eignet sich das T-Deck Plus?
Das T-Deck Plus ist für Entwickler und Technikbegeisterte interessant, die mit LoRa, Meshtastic oder eigenen Anwendungen experimentieren möchten. Seine Stärke ist die Kombination aus Display, Tastatur, Positionsmodul und drahtloser Kommunikation in einem Gehäuse.
Ein fertiges Telefon für den Alltag oder ein klassisches Funkgerät ersetzt es nicht. Vor der Auswahl sollten die erforderliche Firmware, die regionale Frequenzvariante und die Einschränkung der Grove-Schnittstelle berücksichtigt werden.
